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	<title>München - International &#187; oeku-buero</title>
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	<description>Plattform für Münchner Akteure der Entwicklungszusammenarbeit</description>
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		<title>Deutsches Öl ins Mexikanische Feuer. Rüstungsexporte und Polizeizusammenarbeit</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 18:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Jahr 2006 begann der mexikanische Präsident Calderón unter dem Vorwand des „Kriegs gegen den Drogenhandel“ das Land massiv zu militarisieren. Inzwischen sind in diesem internen Krieg 40.000 Todesopfer zu beklagen. Deutsche Kriegswaffenexporte nach Mexiko wuchsen in der gleichen Zeit um das Zwanzigfache, ergänzt durch den Export von Militärhubschraubern und ein geplantes Abkommen zur „Sicherheitszusammenarbeit“. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2006 begann der mexikanische Präsident Calderón unter dem Vorwand des „Kriegs gegen den Drogenhandel“ das Land massiv zu militarisieren. Inzwischen sind in diesem internen Krieg 40.000 Todesopfer zu beklagen. Deutsche Kriegswaffenexporte nach Mexiko wuchsen in der gleichen Zeit um das Zwanzigfache, ergänzt durch den Export von Militärhubschraubern und ein geplantes Abkommen zur „Sicherheitszusammenarbeit“. <span id="more-4256"></span><br />
In Mexiko sind nicht nur Oppositionelle, sondern auch Menschen, die sich für die Einhaltung von Menschenrechten engagieren sowie kritische JournalistInnen, stark gefährdet. Militär und Polizei agieren in nahezu völliger Straflosigkeit. In einer solchen Situation ist es völlig unangebracht, dass die deutsche Regierung Waffenexporte nach Mexiko zulässt. Nach Einschätzung der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko ist der Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern mit den für die Bundesregierung geltenden Richtlinien nicht vereinbar. Auch bei dem in Verhandlung befindlichen Abkommen zur Polizeizusammenarbeit kollidiert der deutsche Anspruch mit der mexikanischen Realität. Nach Aussage von Regierungsvertretern ist Korruptionsfreiheit der Polizeikräfte im Partnerland eine Grundvoraussetzung für den Abschluss solcher Abkommen. Die Erfüllung dieser „Grundvoraussetzung ist für Mexiko nun wirklich nicht gegeben. In der Veranstaltung werden die deutschen und europäischen Verpflichtungen bzw. Maßstäbe in Bezug auf Rüstungsexporte und Polizeiabkommen zur mexikanischen Realität in Kontrast gestellt.</p>
<p>Referent: Peter Clausing * Vertreter von CAREA e.V. in der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko * Moderator der Chiapas98-Liste (www.chiapas.eu) * Beirat der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., Tübingen</p>
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		<title>Viva México! Dokumentarfilm über das andere Mexiko</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 09:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Filmvorführung und Diskussion mit dem Filmemacher Nicolas Défossé 
Los Angeles, USA: Bilder der Polizei, die Jagd auf mexikanische Migrant_innen ohne Papiere macht; Bilder der Migrant_innen, die ums Überleben kämpfen und darum, ihre Wurzeln und ihre Kultur nicht zu verlieren. Auf der anderen Seite der Grenze, im Südosten Mexikos, wird an diesem 1. Januar 2006 der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Filmvorführung und Diskussion mit dem Filmemacher Nicolas Défossé </p>
<p>Los Angeles, USA: Bilder der Polizei, die Jagd auf mexikanische Migrant_innen ohne Papiere macht; Bilder der Migrant_innen, die ums Überleben kämpfen und darum, ihre Wurzeln und ihre Kultur nicht zu verlieren. Auf der anderen Seite der Grenze, im Südosten Mexikos, wird an diesem 1. Januar 2006 der Sprecher der aufständischen Zapatistas, Subcomandante Marcos, von Tausenden von Indígenas verabschiedet. In ihrem Auftrag wird er in den folgenden sechs Monaten das Land bereisen: Von Chiapas, im Südosten des Landes, bis an die Grenze zu den USA, um mehr über den Widerstand der Menschen zu erfahren, die ebenfalls für ein anderes, gerechteres Land kämpfen. Es ist der Versuch, das Bild des anderen Mexikos zu zeichnen. Das des Mexikos von unten, das in der Darstellung der Massenmedien nicht existiert.<br />
<span id="more-4232"></span><br />
Diese Reise, dieser Versuch, das Gesicht des rebellischen, würdevollen Mexikos von unten zu erkennen, birgt viele Risiken. Doch der Ruf, der als leises Flüstern begann, wird während der Reise immer lauter: »Es lebe Mexiko« Die Filmdokumentation regt die Debatte um eine radikale Demokratisierung der mexikanischen – und globalen − Gesellschaft an und verweist ermutigend auf Lösungsansätze für die sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit, die von den betroffenen Menschen in Selbstorganisation erarbeitet und vorgeschlagen werden.</p>
<p>Dokumentarfilm 120 Min., Mexiko 2010, Nicolas Défossé  // Der Filmemacher wird anwesend sein und nach dem Film für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen. // Spanisch mit engl. Untertiteln // Ort: Kulturladen Westend / Ligsalzstr. 44 (Rückgebäude) // Eintritt 2/3 Euro</p>
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		<title>Dokumentarfilm aus Honduras &#8220;Quién dijo miedo&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 18:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Film zeichnet die Lage in Honduras nach dem Putsch am 28.06.2009 gegen die demokratisch gewählte Regierung von Manuel Zelaya. Um die Widerstandsbewegung zu dokumentieren, begleitet die Filmmacherin Katia Lara den Laienschauspieler Réne. Dieser junge Honduraner hatte vor dem Putsch in Werbespots der Regierung Zelaya für eine Volksbefragung über die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung mitgespielt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Film zeichnet die Lage in Honduras nach dem Putsch am 28.06.2009 gegen die demokratisch gewählte Regierung von Manuel Zelaya. Um die Widerstandsbewegung zu dokumentieren, begleitet die Filmmacherin Katia Lara den Laienschauspieler Réne. Dieser junge Honduraner hatte vor dem Putsch in Werbespots der Regierung Zelaya für eine Volksbefragung über die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung mitgespielt. Wie tausende Landsleute schloss sich Réne nach dem Staatsstreich der Widerstandsfront (Frente Nacional de Resistencia contra el Golpe de Estado) an.<br />
<span id="more-4218"></span><br />
Der Film zeigt die Post-Putsch-Situation aus der Sicht des Volkes und kann so die Grausamkeiten, die das Regime dem Volk im Widerstand antut, der Welt vorführen.</p>
<p>Film auf Spanisch, mit englischen Untertiteln ca. 90 min</p>
<p>Gemeinschaftsproduktion von terco Producciones, Honduras und INCAA, Argentinien<br />
http://quiendijomiedofilm.blogspot.com/</p>
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		<title>Sperrengeschoß Kolumbusplatz: Kurzfilme zu postkolonialen Verhältnissen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 14:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurzfilme]]></category>

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		<description><![CDATA[12. Oktober 2011 // 18.30 – 20.30 // anlässlich des 519. Jahrestags der sogenannten Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus Kurzfilme zu (post)kolonialen Verhältnissen
„Postkolonial“ – was soll das denn jetzt schon wieder?

Wer unsere Zeit als „postkolonial“ bezeichnet, spricht gleichzeitig von Vergangenheit und Gegenwart. Mit dem Begriff „postkolonial“ kommen die Voraussetzungen der gegenwärtigen Globalisierung und ihre wirtschaftliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>12. Oktober 2011 // 18.30 – 20.30 // anlässlich des 519. Jahrestags der sogenannten Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus Kurzfilme zu (post)kolonialen Verhältnissen</p>
<p>„Postkolonial“ – was soll das denn jetzt schon wieder?<br />
<span id="more-4180"></span><br />
Wer unsere Zeit als „postkolonial“ bezeichnet, spricht gleichzeitig von Vergangenheit und Gegenwart. Mit dem Begriff „postkolonial“ kommen die Voraussetzungen der gegenwärtigen Globalisierung und ihre wirtschaftliche und kulturelle Vorgeschichte zur Sprache. Die Bezeichnung „postkolonial“ verweist auf die Nachwirkungen kolonialer Beziehungen, ohne zu behaupten, wir lebten nach wie vor in einem kolonialen Zeitalter. Das Wort „post“ bedeutet also nicht, dass etwas überwunden und hinter sich gelassen worden ist, sondern dass die koloniale Geschichte sich immer noch in der Gegenwart spiegelt.</p>
<p>Aha, und was hat das überhaupt mit mir zu tun?</p>
<p>Bis heute prägt die koloniale Vergangenheit unser Alltagsleben, unser Denken und unseren Blick auf die Welt. Die postkoloniale Gegenwart ist eine Gegenwart der Migrationen: Es ist die Gegenwart der Wanderarbeiter und Flüchtlinge, die in den Zentren wirtschaftlichen Wohlstands nach besseren Lebensmöglichkeiten suchen. Es ist der Versuch, sich die Versprechen der Freiheit zu nehmen: das Versprechen des Wohlstands durch Arbeit, das Versprechen der Gleichheit und die Behauptung, Rassismus überwunden zu haben und ihn nur noch als historisches Überbleibsel einer vergangenen Zeit zu sehen. Sie müssen die Erfahrung machen, dass diese Versprechen nicht für alle gleichermaßen gelten und letztlich nicht so universal gemeint sind, wie sie verkündet werden.</p>
<p>Na schön, aber warum das alles am Kolumbusplatz?</p>
<p>Wir wollen (post-) koloniale Verhältnisse, Personen und Strukturen sichtbar machen. Dabei geht es uns um ökonomische Ausbeutung, Rassismus und eine exotische Verklärung bzw. Vermarktung des sogenannten „Fremden“. Wir werfen einen Blick auf die alltäglichen und institutionellen Beteiligungen am (post-) kolonialen Geschehen und deren Verortungen in der Stadt München (Straßennamen, historische Orte, aktuelle Migrationspolitiken).</p>
<p>Eine Veranstaltung von lmd: la mirada distinta <<www.oeku-buero.de>> und [muc] münchen postkolonial <<www.muc.postkolonial.net>> // im Rahmen der Reihe lmd: la mirada distinta // Ökumenisches Büro e.V. // gefördert vom Kulturreferat der LH München und vom BMZ</p>
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		<title>Wie die Justiz aus einem Mord einen Selbstmord macht</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 14:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit der mexikanischen Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin Pilar Noriega (Mexiko)
Am 19. Oktober 2001 wurde die mexikanische Rechtsanwältin Digna Ochoa y Plácido in ihrer Kanzlei in Mexiko Stadt tot aufgefunden. Trotz zahlreicher Beweise, dass es sich um Mord gehandelt haben muss, hält die mexikanische Justiz nach wie vor an einer Selbstmordthese fest.

Als Menschenrechtsaktivistin hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Diskussion mit der mexikanischen Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin Pilar Noriega (Mexiko)</p>
<p>Am 19. Oktober 2001 wurde die mexikanische Rechtsanwältin Digna Ochoa y Plácido in ihrer Kanzlei in Mexiko Stadt tot aufgefunden. Trotz zahlreicher Beweise, dass es sich um Mord gehandelt haben muss, hält die mexikanische Justiz nach wie vor an einer Selbstmordthese fest.<br />
<span id="more-4178"></span><br />
Als Menschenrechtsaktivistin hatte sich Digna Ochoa brisanter Fälle angenommen und sich dabei auch mit dem mexikanischen Militär angelegt. Fast täglich bekam sie mehrere Morddrohungen.</p>
<p>Unser Gast, die mexikanische Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin Pilar Noriega, berichtet an diesem Abend über den schwierigen und gefährlichen Weg für die Verteidigung der Menschenrechte in Mexiko und zeigt auf, dass der Mord an Digna Ochoa kein Einzelfall ist.</p>
<p>Veranstalter: Pacta Servanda e.V.  in Kooperation mit dem Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.  im Rahmen der Reihe „La mirada distinta“, die aus Mitteln des BMZ gefördert wird.</p>
<p>Veranstalter: Pacta Servanda e.V.  in Kooperation mit dem Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.  im Rahmen der Reihe „La mirada distinta“.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>GEGEN DIE UNSICHTBARKEIT  &#8211;  Fotoausstellung zum Widerstand in Honduras : Ausstellungseröffnung</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 11:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Honduras]]></category>
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		<description><![CDATA[Widerstand gegen die Putschist_innen in Honduras: ein politischer Reisebericht
Seit dem Putsch im Juni 2009 gibt es in dem mittelamerikanischen Land Honduras eine sehr breite und vielfältige Widerstandsbewegung. Frauen, Kleinbäuer_innen, Lehrer_innen, Gewerkschaftler_innen, LGBT, Indigenas, Afro-Honduraner_innen, Künstler_innen und viele andere bündeln ihre Kämpfe in der Frente Nacional de Resistencia Popular (FNRP).

Das aktuelle Regime hat mit Versprechungen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Widerstand gegen die Putschist_innen in Honduras: ein politischer Reisebericht</p>
<p>Seit dem Putsch im Juni 2009 gibt es in dem mittelamerikanischen Land Honduras eine sehr breite und vielfältige Widerstandsbewegung. Frauen, Kleinbäuer_innen, Lehrer_innen, Gewerkschaftler_innen, LGBT, Indigenas, Afro-Honduraner_innen, Künstler_innen und viele andere bündeln ihre Kämpfe in der Frente Nacional de Resistencia Popular (FNRP).<br />
<span id="more-4126"></span><br />
Das aktuelle Regime hat mit Versprechungen der Rückkehr zur Demokratie nach dem Putsch die Unterstützung der Regierungen der EU und Nordamerikas gewonnen. In Honduras steht es aber nach wie vor für die Straflosigkeit politischer Morde, die Interessen der reichsten Familien und die Wiedereinführung des neoliberalen Wirtschaftsmodells. </p>
<p>Andrés Schmidt berichtet mit einem Bildvortrag von mehreren Besuchen in Honduras. Es geht nicht nur darum von den Kämpfen zu erzählen, die die Widerstandsbewegung trotz tödlicher Repression nach wie vor führt, sondern auch, was das mit der Politik der EU und Deutschlands zu tun hat und vor allem, wo hiesige und dortige soziale Bewegung zusammen arbeiten können. </p>
<p>Eine Veranstaltung des Ökumenischen Büros für Frieden und Gerechtigkeit e.V. in Zusammenarbeit mit dem Lateinamerika-Arbeitskreis des Nord Süd Forum München e.V. und dem Trägerkreis EineWeltHaus München e.V., in Rahmen der Veranstaltungsreihe lmd – la mirada distinta, mit finanzieller Unterstützung des BMZ.</p>
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		<item>
		<title>Mexiko Veranstaltungsreihe Teil 2: Bericht der europäischen Solidaritätsbrigade  nach Chiapas und CD-Release Party</title>
		<link>http://www.muenchen-international.de/2011/08/mexiko-veranstaltungsreihe-teil-2-bericht-der-europaischen-solidaritatsbrigade-nach-chiapas-und-cd-release-party/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 18:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lucha Amada]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Juli 2010 reiste eine Solidaritätsbrigade europäischer Kollektive nach Chiapas, Mexiko, um die fünf rebellischen Zonen der zapatistischen Befreiungsbewegung zu besuchen. Seit Mitte des Jahres 2009 häufen sich die Meldungen der zapatistischen Räte der Guten Regierung und verschiedener Menschenrechtsorganisationen über die Repression seitens des mexikanischen Staates, die Vertreibungen ganzer Gemeinden, die Militärpräsenz, das Einsetzen paramilitärischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juli 2010 reiste eine Solidaritätsbrigade europäischer Kollektive nach Chiapas, Mexiko, um die fünf rebellischen Zonen der zapatistischen Befreiungsbewegung zu besuchen. Seit Mitte des Jahres 2009 häufen sich die Meldungen der zapatistischen Räte der Guten Regierung und verschiedener Menschenrechtsorganisationen über die Repression seitens des mexikanischen Staates, die Vertreibungen ganzer Gemeinden, die Militärpräsenz, das Einsetzen paramilitärischer Gruppen, körperliche Übergriffe bis hin zu Morden, Drohungen oder die Durchsetzung von Regierungsprogrammen zur Spaltung der indigenen Gemeinden umfasst. Die Strategien der Aufstandsbekämpfung gegen die autonomen Strukturen sind vielfältig. Ein Ziel der Brigade bestand daher in der Dokumentation der aktuellen Menschenrechtsverletzungen, die sich nicht nur auf zapatistischem Gebiet zutragen.<br />
<span id="more-4122"></span><br />
»Der kontinuierliche Aufbau unserer Autonomie ist unsere Widerstandsstrategie gegen die Repression seitens des mexikanischen Staates«, so der Rat der Guten Regierung in Oventik auf die Frage, wie sich die Zapatistas gegenüber den Provokationen verhalten. Angesichts des enormen ökonomischen und politischen Druckes, dem die rebellischen autonomen Gemeinden alltäglich ausgesetzt sind, haben sie in den 16 Jahren ihres Aufstandes eine erstaunliche Infrastruktur aufgebaut. Wie sich die Brigade überzeugen konnte, existieren in jedem der fünf Caracoles autonome Bildungs-, Gesundheits-, Justiz- sowie agrarökologische Strukturen, die auch von zahlreichen nicht-zapatistischen Personen konsultiert werden.</p>
<p>Ein beeindruckendes Beispiel ist die Frauenklinik für reproduktive und sexuelle Gesundheit in La Garrucha, die teilweise über moderne Technik verfügt und sich zugleich traditioneller indigener Heilmethoden bedient. Die Klinik stellt eine Referenz zu den Forderungen nach Anerkennung und Respekt, die die zapatistischen Frauen 1993 im revolutionären Frauengesetz formuliert hatten. Dank der Arbeit der Gesundheitspromotorinnen konnte die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate in der Region enorm gesenkt werden.</p>
<p>Neben der Dokumentation der jüngsten Fortschritte in dem indigen geprägten Aufstandsgebiet bestand ein weiteres Ziel der Brigade in der Vermittlung einer horizontalen Solidarität aus Europa und im Austausch über gemeinsame Widerstandsstrategien.</p>
<p>Ein Angehöriger der Gruppe B.A.S.T.A. (Lutz Kerkeling), der an der Brigade teilgenommen hat, berichtet mit zahlreichen Bildern über den Verlauf der Brigade. Luz Kerkeling (Jahrgang 1972) bereiste zehn mal die Konfliktregion von Chiapas. Er ist Soziologe und arbeitet als Dozent, Referent, freier Journalist und Filmemacher. Zur Zeit promoviert er zum Thema &#8220;Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener Widerstand in Südmexiko&#8221; an der Universität Münster.</p>
<p>Zentrale Themen des Vortrags sind:<br />
− Wie ist die aktuelle Situation der Zapatistas in Südmexiko?<br />
− Mit welchen Schwierigkeiten ist die indigene Bewegung konfrontiert?<br />
− Welche Fortschritte konnte die Bewegung erreichen?<br />
− Welche Perspektiven zeichnen sich ab?</p>
<p>[nbsp]</p>
<p>Nach dem Vortrag geht es dann weiter mit einer Party. Lucha Amada ist ein kleines DJ- und Konzertveranstaltungskollektiv, welches seit 10 Jahren für politische Einmischung sowie rebellische Sounds und grenzenlose Beats steht. &#8220;Lucha Amada“ heisst &#8220;geliebter Kampf&#8221; (span.) und ist durch ein Wortspiel mit &#8220;lucha armada &#8211; bewaffneter Kampf&#8221; entstanden. Der Name steht für unsere Sehnsucht nach einem besseren Leben für alle, für die Lust dafür zu kämpfen und die Liebe zur Musik.&#8221;</p>
<p>Mate, Kultura Popular sind DJ Gonzales und DJ Garbanzis. Sie kommen aus Misiones (Argentinien) und Minas de Corrales (Uruguay) leben seit einigen Jahren in München und geben ihren Versuch eine alternative Latinoszene zu festigen nicht auf.</p>
<p>Ausserdem feiern wir an diesem Abend das Erscheinen der 10 Jahre Lucha Amada-Compilation, einer auf dem Label Jump Up erscheinenden Doppel-CD mit 40 Bands. Der Erlös des Soli-Samplers wird an 2 Projekte gespendet:</p>
<p>&#8211; Agua para todas [lt]http://agua-para-todas.org[gt] und das Afrique-Europe-Interact Netzwerk [lt]http://www.afrique-europe-interact.net[gt].</p>
<p>ob Cumbia aus Buenos Aires, Hip Hop aus St Etienne, Latin-Ska aus Mexico-City, Balkan-Punk aus Seattle, Reggae aus Marseille, Patchanka aus dem Baskenland &#8211; 40 Bands, viele exklusive, unveröffentlichte Songs, u.a eine Guts Pie Earshot-Version (zusammen mit Vias von O Jarbanzo Negro!) des Manu Chao-Klassikers &#8220;Infinita tristeza&#8221; und einer von Lengualerta auf Comandanta Ramona (EZLN) umgedichtete Version der Revolutionshymne &#8220;*Hasta siempre*&#8221;.</p>
<p>mit: Fermin Muguruza, Manu Chao, Watcha Clan, Panteon Rococo, Obrint Pas, Irie Revoltes, Cheb Balowski, Che Sudaka, Los de Abajo, Paco Mendoza, Kumbia Queers, Assalti Frontali, Color Humano, Esne Beltza, Desechos, Kultur Shock, Mikkim,&#8230;</p>
<p>http://luchaamada.blogsport.de</p>
<p>[nbsp]</p>
<p>Wir freuen uns auf euch!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mexiko Veranstaltungsreihe Teil 1: Freie Radios in Mexiko</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 18:49:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Estrella Soria, von Beruf Kommunikationswissenschaftlerin und freie Radioaktivistin (&#8221;radiolista popular&#8221;), hat in der Fortbildung und Begleitung freier und gemeinschaftlicher Radios (&#8221;radios comunitarias&#8221;) mit Genderperspektive (&#8221;perspectiva de género&#8221;)1 gearbeitet und war an Produktionen und Programmen beteiligt, die von der Internationalen Radiobiennale (Bienal Internacional de Radio) prämiert wurden. Im Journalismus hat sie sich durch die Universidad Iberoamericana [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Estrella Soria, von Beruf Kommunikationswissenschaftlerin und freie Radioaktivistin (&#8221;radiolista popular&#8221;), hat in der Fortbildung und Begleitung freier und gemeinschaftlicher Radios (&#8221;radios comunitarias&#8221;) mit Genderperspektive (&#8221;perspectiva de género&#8221;)1 gearbeitet und war an Produktionen und Programmen beteiligt, die von der Internationalen Radiobiennale (Bienal Internacional de Radio) prämiert wurden. Im Journalismus hat sie sich durch die Universidad Iberoamericana auf Menschenrechte spezialisiert, aktuell studiert Kommunikation [&#038;] Politik auf Magister an der Universidad Autonoma Metropolitana in Mexiko Stadt.<br />
<span id="more-4120"></span></p>
<p>In den letzten Jahren haben die „radios comunitarias“ (freie gemeinschaftliche Radios) in einigen Regionen Mexikos einen wichtigen Impuls erfahren. Viele sind in Regionen, in denen für die Autonomie gekämpft wird, wie es in einigen Dörfern in Chiapas, Guerrero und Oaxaca der Fall ist, entstanden. Auf gewisse Art handelt es sich dabei um eine Wandlung bezüglich der hegemonialen Kommunikation um dem kulturellen und sozialen Leben einen organisierteren Sinn zu geben. Es handelt sich um Aneignungsprozesse, die die Schaffung von Diskursen jenseits der dominanten Ideologie ermöglichen. Das heisst, sie haben aus dem Medium eine Form der Unterstützung der Transformation des alltäglichen Lebens gemacht. Der Aufbau der Autonomie verlangt diese Transformation, wobei Frauen eine wichtige Rolle spielen. Obwohl viele der Arbeitsprozesse der „radios comunitarias“ schon von Frauen genährt und aufrechterhalten werden, ist der Weg noch weit. Auch wenn es nahestehende Beispiele für die Übernahme und Kreation von Medien durch Frauen in Mexiko gibt, ist die Entscheidungsfindung und die Aneignung von Technologien noch immer Männer-dominiert, was die Ausübung der freien Kommunikation in diesem Land zu einer Herausforderung macht.</p>
<p>Wenngleich die „radios comunitarias“ im städtischen Umfeld ins Leben gerufen wurden, haben sie sich in den ländlichen und indigenen Gemeinden am meisten entwickelt. Dies geschah zum größten Teil aufgrund der politisch-wirtschaftlichen Zuständen, die dort erlebt werden. Es geschah aber auch aufgrund der Infragestellung dieser Dörfer der Tradition, Bräuche, Sitten und der sozialen Organisationsformen während der letzten Jahre, womit sie die Möglichkeit eine andere Art von sozialen Beziehungen zu schaffen eröffnet haben. Außerdem existiert in den Indigenen Zonen eine lange Geschichte des kollektiven Lebens, was die Schaffung von neuen Formen des Erlebens der Gemeinschaft ermöglicht oder zumindest erleichtert.</p>
<p>Die freien gemeinschaftlichen Radios sind anders als die staatlichen Medien, die lange Zeit vom Institut für Indigene Angelegenheiten (Instituto Nacional Indigenista) oder von für indigene Dörfer zuständigen Regierungsinstanzen vorangetrieben wurden. Denn ihr kultureller Inhalt aber auch ihre politischen Auswirkungen und ihre Organisationsformen sind andere. Wir erinnern uns, das die indigenen Radios ihre Wurzeln im Indigenismus hatten, das heisst in den politischen Anpassungsmaßnahmen, die für viele Jahre die Basis der Ethnienpolitik vieler Generationen von lateinamerikanischen Regierungen darstellten. Sehr wenige Radios, die Teil des indigenen Anpassungsprojekts waren, schafften es, sich in etwas mehr als nur die Verstärkung der in der Vergangenheit verwurzelten Ideologien um das Indigene und seinen unveränderbaren Charakter herum zu verwandeln. Die große Mehrheit der staatlichen Radioprojekte hatte wenig mit dem wahren zeitgenössischen Indigenismus, mit der Realität die sie Tag ein Tag aus erleben und darstellen, zu tun.</p>
<p>Eines der Dinge, die man bei dem was wir „radios comunitarias“ nennen werden, hervorheben muss, sind die Inhalte die produziert werden und die sozialen Prozesse die sie selbst entwickeln. Weit entfernt vom „Folklore“ oder von der patrimonialen Vision der Kultur, begünstigen diese Radios die Produktion von neuen Musikstilen und Diskursen um das unmittelbare soziale Leben herum. Aber sie begünstigen auch die Veränderungsformen der sozialen Normen, wie es der Fall ist bei der immer breiteren Beteiligung der Frauen bei der Erhebung ihrer Stimmen. Es handelt sich hierbei um Situationen, die einem Bruch und einer Erneuerung der Kultur und Gesellschaft viel näher sind als einer patrimonialen Aufrechterhaltung, wie sie bei den vom Staat hervorgerufenen Radios auftauchte.</p>
<p>Es gibt einen Unterschied, dessen Begründung wichtig ist. Wenn wir hier von „radios comunitarias“ sprechen, beziehen wir uns auf Projekte, die aus Initiativen der Dörfer selbst entstanden sind und erhalten werden. Dies ist wichtig, da es bedeutet, dass diese Projekte nicht mehr ideologisch und wirtschaftlich von den Plänen der amtshabenden Regierungen und den nationalistisch ausgerichteten kulturellen Projekten abhängen. Wir sprechen hier also von indigenen Gemeinden, die den Weg der Selbstbestimmung aus unterschiedlichen Gründen gewählt haben. Sie haben auch die Idee des Ethnologen als Experten der Kultur, der die kulturellen, medialen und politischen Inhalte, die über Radiosendungen verbreitet werden, konstruiert und formt, hinter sich gelassen. Das heisst, die „radios comunitarias“ reflektieren mit höherer Klarheit das, was die Dörfer ausdrücken wollen, als die kulturalistischen und staatsgetragenen Radios.</p>
<p>Der statischen und romantisch-kolonialen Vision der Radios des INI können wir die „radios comunitarias“ als Raum für Ereignisse entgegensetzen. Ereignisse in ihrem weiteren Sinne, denn ihre Gründung ist in sich selbst ein Veränderungsfaktor des sozialen Alltags. Man muss sich die Frage stellen, was die Erscheinung von „radios comunitarias“ ermöglicht und es ist auch einschlägig sich zu fragen warum jetzt solche Radios an viel mehr Orten gegründet werden als vor einigen Jahren. Die Antworten sind zahlreich und sicherlich begleitet von einer Reihe politische-wirtschaftlicher Erklärungen. Wir werden uns nicht so sehr beim Kontext aufhalten, sondern beim Potenzial, welches Gesellschaften bei der Veränderung ihrer Lebensformen haben.</p>
<p>1 Dynamische/s Ideologie/Konzept bezgl. der Geschlechter; neue Art den Menschen, Geschlecht und die Gesellschaft zu sehen; besagt das die Unterscheidung in männlich und weiblich keinen biologischen sondern einen kulturellen, sozialen und psychologischen Ursprung hat. Geschlecht wurde laut diesem Konzept von der Gesellschaft erfunden. Die &#8220;Genderperspektive&#8221; ist ein Interpretationsschlüssel der Gesellschaft, der beabsichtigt die kulturellen Konditionierungen, die die Frau unterdrücken, zu erkennen und anzuprangern und gleichzeitig Initiativen zur Befreiung der Frau von diesen Konditionierungen auslöst.</p>
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		<title>Zucker im Tank, Gift in der Niere &#8211; Auswirkungen von Agrokraftstoffen in Nicaragua</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 10:37:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den Zuckerrohranbaugebieten Nicaraguas sind in den letzten Jahren über 4000 Arbeiter nach Erkrankungen an chronischer Niereninsuffizienz gestorben. ANAIRC, eine Vereinigung betroffener ehemaliger Zuckerrohrarbeiter, führt diese Erkrankung auf den langjährigen
Pestizideinsatz zurück. Die Zuckerbetriebe, die zu den einflussreichsten Unternehmen
Zentralamerikas gehören, weisen jede Schuld an den Erkrankungen zurück, erkrankte Arbeiter werden einfach entlassen. Durch den Agrosprit-Boom werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Zuckerrohranbaugebieten Nicaraguas sind in den letzten Jahren über 4000 Arbeiter nach Erkrankungen an chronischer Niereninsuffizienz gestorben. ANAIRC, eine Vereinigung betroffener ehemaliger Zuckerrohrarbeiter, führt diese Erkrankung auf den langjährigen<br />
Pestizideinsatz zurück. Die Zuckerbetriebe, die zu den einflussreichsten Unternehmen<br />
Zentralamerikas gehören, weisen jede Schuld an den Erkrankungen zurück, erkrankte Arbeiter werden einfach entlassen. Durch den Agrosprit-Boom werden sich diese untragbaren Zustände weiter verschärfen. Denn die Europäische Union setzt zunehmend auf die Beimischung von Ethanol zum Kraftstoff.<span id="more-3946"></span><br />
Seit Anfang des Jahres ist das ökologisch höchst umstrittene Benzin E 10 mit einem<br />
Ethanolgehalt von 10 Prozent auf dem Markt. Dies steigert die Ethanolimporte der EU, auch aus Nicaragua, wo inzwischen immer mehr Zucker zu Ethanol verarbeitet wird.</p>
<p>Zwei RepräsentantInnen der nicaraguanischen Organisation ANAIRC berichten über die Hindtergründe.</p>
<p>Veranstalter:<br />
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit<br />
Umweltinstitut München e. V.<br />
in Kooperation mit:<br />
Petra Kelly STIFTUNG<br />
Münchner Umwelt-Zentrum e.V.</p>
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		<title>Widerstand und alternative Gesundheitsversorgung in Honduras</title>
		<link>http://www.muenchen-international.de/2010/10/widerstand-und-alternative-gesundheitsversorgung-in-honduras/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 11:48:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
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		<description><![CDATA[Informations- und Diskussionsveranstaltung
mit Dr. Luther Castillo
Am Freitag, den 5. November 2010 um 19.30 Uhr wird der honduranische Arzt, Dr. Luther
Castillo im Eine-Welt-Haus München zu Gast sein. Er wird über das Thema Widerstand
und alternative Gesundheitsversorgung in Honduras referieren.

Seit dem Putsch im Juni 2009 hat sich in Honduras eine breit verankerte, gewaltfreie
Demokratiebewegung entwickelt. Während unter der international [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Informations- und Diskussionsveranstaltung<br />
mit Dr. Luther Castillo</p>
<p>Am Freitag, den 5. November 2010 um 19.30 Uhr wird der honduranische Arzt, Dr. Luther<br />
Castillo im Eine-Welt-Haus München zu Gast sein. Er wird über das Thema Widerstand<br />
und alternative Gesundheitsversorgung in Honduras referieren.<br />
<span id="more-3729"></span><br />
Seit dem Putsch im Juni 2009 hat sich in Honduras eine breit verankerte, gewaltfreie<br />
Demokratiebewegung entwickelt. Während unter der international umstrittenen Regierung<br />
des neuen Präsidenten P. Lobo weiterhin politische Morde an JournalistInnen,<br />
GewerkschafterInnen und Bauernvertretern verübt werden, fordert die Bewegung eine<br />
verfassungsgebende Versammlung. Sie strebt eine „Neugründung“ des oligarchisch<br />
geprägten Landes an. Luther Castillo, Mitglied und Repräsentant der FNRP, wird dem<br />
Schweigen der hiesigen Medien zur Entwicklung in Honduras seine persönlichen<br />
Erfahrungen entgegenstellen.</p>
<p>Der Referent, Dr. Luther Castillo, ist Arzt in dem kleinen Ort Ciriboya an der Atlantikküste<br />
Honduras. Dass es dort heute das erste Gemeindekrankenhaus der Garífunas in<br />
Honduras gibt, ist vor allem seiner Initiative zu verdanken. Die Provinz Colón im Nordosten<br />
von Honduras ist die Heimat ethnischer Minderheiten wie der Garífunas und der Miskitos.<br />
Wie überall in Zentralamerika gehören sie zu den Ärmsten und haben große Nachteile<br />
beim Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen.</p>
<p>Wie andere Basisinitiativen auch wurde die Arbeit am Volkskrankenhaus der Garífunas<br />
von der Putschregierung Michelettis bekämpft und behindert. Das Krankenhaus wurde<br />
überfallen und geschlossen. Die repressiven Kräfte um Micheletti fürchteten die Vision<br />
eines selbstorganisierten Basis-gesundheitswesens und den Modellcharakter des<br />
Krankenhauses für die indigenen Minderheiten. Mittlerweile ist das Hospital Comunitario<br />
Garifuna de Ciriboya wieder in Funktion, und in ganz Honduras hat sich die<br />
Demokratiebewegung trotz der Gewalt gegen ihre Mitglieder konsolidiert. Luther Castillo<br />
wird über seine Erfahrungen mit Konzepten gemeindeorientierter Gesundheitsversorgung<br />
und den Kampf der HonduranerInnen für die „Neugründung des Landes“ berichten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Freihandel konkret: Ein kommunales Radio im Kampf gegen Goldminen in El Salvador</title>
		<link>http://www.muenchen-international.de/2010/10/freihandel-konkret-ein-kommunales-radio-im-kampf-gegen-goldminen-in-el-salvador/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 11:43:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit María Isabel Gámez aus El Salvador:
&#8220;Freihandel konkret: Ein kommunales Radio im Kampf gegen Goldminen in El Salvador&#8221;
Die Journalistin María Isabel Gámez aus El Salvador wird von ihrer Arbeit für den Radiosender &#8220;Radio Victoria&#8221; berichten.

Besonders über Umweltverbrechen im Goldabbau durch transnationale Konzerne (die auf der Basis von Freihandelsverträgen wie CAFTA-DR arbeiten), Menschenrechtsverletzungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Diskussion mit María Isabel Gámez aus El Salvador:</p>
<p>&#8220;Freihandel konkret: Ein kommunales Radio im Kampf gegen Goldminen in El Salvador&#8221;</p>
<p>Die Journalistin María Isabel Gámez aus El Salvador wird von ihrer Arbeit für den Radiosender &#8220;Radio Victoria&#8221; berichten.<br />
<span id="more-3725"></span><br />
Besonders über Umweltverbrechen im Goldabbau durch transnationale Konzerne (die auf der Basis von Freihandelsverträgen wie CAFTA-DR arbeiten), Menschenrechtsverletzungen und Korruption berichtete die 27-jährige ausführlich. Im Dezember 2009 hat sie Todesdrohungen erhalten. María Isabel Gámez ist seit kurzem Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte.</p>
<p>19 Uhr VoKü mit salvadorianischem Essen<br />
20 Uhr Vortrag</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Lasst das Öl im Boden</title>
		<link>http://www.muenchen-international.de/2010/10/lasst-das-ol-im-boden/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 11:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[„Lasst das Öl im Boden“ – die Yasuni/ITT-Initiative in Ecuador und das Konzept der Nicht-Förderung von Erdöl-Ressourcen
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Alexandra Almeida
Eintritt frei
Alexandra Almeida, Aktivistin der Umweltorganisation Acción Ecologica aus Ecuador wird den aktuellen Stand der Yasuni-Initiative beleuchten, Details zum Konzept des Öl-im-Boden-Belassens darstellen und eine Einführung in die Zukunft erdölfreier Gesellschaften geben. Darüber hinaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Lasst das Öl im Boden“ – die Yasuni/ITT-Initiative in Ecuador und das Konzept der Nicht-Förderung von Erdöl-Ressourcen<br />
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Alexandra Almeida<br />
<strong>Eintritt frei</strong></p>
<p>Alexandra Almeida, Aktivistin der Umweltorganisation Acción Ecologica aus Ecuador wird den aktuellen Stand der Yasuni-Initiative beleuchten, Details zum Konzept des Öl-im-Boden-Belassens darstellen und eine Einführung in die Zukunft erdölfreier Gesellschaften geben. Darüber hinaus können weitere Themen wie die Kritik an Emissionshandel und Alternativen zu den UN-Klimaverhandlungen und die aktuelle politische Situation in Ecuador diskutiert werden.<span id="more-3657"></span></p>
<p>Rund 900 Millionen Barrel Erdöl liegen unter dem Boden des Yasuní-Nationalpark im Block Ishpingo-Tambococha-Tiputini (ITT) im Nordosten des Landes; dies ist knapp ein Viertel der gesamten verbliebenen Erdöl-Reserven Ecuadors. Die Umwelt-NGO Acción Ecologica hat jahrelang dafür gekämpft, dass diese Reserven nicht angetastet und der Yasuni-Nationalpark, in welchem es mit die höchste Biodiversität gibt und auch zwei indigene Stämme in freiwilliger Isolation von der Zivilisation leben, nicht zerstört wird.<br />
Acción Ecologica ging es dabei nicht nur um den Nationapark, die Yasuni-Initative soll ein Paradebeispiel sein, wie die Ölreserven nicht bis zum letzten Tropfen aufgebraucht werden, sondern auf nationalem wie internationalem Niveau ein Pradigmenwechsel eingeläutet wird, weg von fossilen Energieträgern und erdölbasierter Produktion, hin zu erneuerbaren Energien und erdölfreien Gesellschaften.</p>
<p>Tatsächlich übernahm dann die ecuadorianische Regierung die Idee der Yasuni-Initiative des Öl-im-Boden-Belassens und forderte dafür von der internationalen Staatengemeinschaft Kompensationszahlungen für die Hälfte der zu erwartenden Staats-Einnahmen, wenn das Öl nicht gefördert wird. Die Bundesregierung war das erste Land, welches konkrete Zahlungszusagen machte: 650 Millionen Euro über den Zeitraum von 13 Jahren. Im August 2010 wurde endlich der Treuhandfonds bei der UN-Institution UNDP angesiedelt und eröffnet. Doch Entwicklungsminister Niebel will von den bereits im Jahr 2008 vom deutschen Bundestag gemachten Zahlungszusagen nichts wissen und zweifelt den Treuhandfonds an.</p>
<p>Außerdem ist gerade in der Diskussion, dass die Yasuni-Initative nicht wie ursprünglich eine echte Einsparung von CO2-Emissionen bedeutet durch die Nicht-Förderung und Nicht-Verbrennung der 900 Mio Barrel Öl, sondern dass sie Teil der UN-Klimaverhandlungen und des Kyoto-Protokoll wird und Konzerne durch Einzahlung in den Yasuni-Fonds Verschmutzungsrechte für ihre Produktionen in anderen Ländern erkaufen können. Es steht also gerade viel auf dem Spiel &#8211; und Yasuni wird gerade ein größeres Thema auch hier in Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Migrationsmanagement durch Entwicklungshilfe &#8211; Europäische Migrationskontrolle am Beispiel des CIGEM in Mali</title>
		<link>http://www.muenchen-international.de/2010/10/migrationsmanagement-durch-entwicklungshilfe-europaische-migrationskontrolle-am-beispiel-des-cigem-in-mali/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 10:04:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsveranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>

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		<description><![CDATA[Informationsveranstaltung mit Jana Janicki und Thomas Böwing vom Netzwerk kritische Migrationsforschung &#124; Eintritt frei
Im Herbst 2008 wurde das aus EU-Entwicklungshilfegeldern finanzierte Zentrum für Migrationsmanagement (CIGEM) in Bamako in Mali eröffnet. Die Idee, ein Migrationszentrum in einem der wichtigsten Herkunftsländer afrikanischer Migrant_innen in Europa zu errichten, kommt aus der Zeit, nachdem im September 2005 hunderte von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Informationsveranstaltung mit Jana Janicki und Thomas Böwing vom Netzwerk kritische Migrationsforschung | Eintritt frei</p>
<p>Im Herbst 2008 wurde das aus EU-Entwicklungshilfegeldern finanzierte Zentrum für Migrationsmanagement (CIGEM) in Bamako in Mali eröffnet. Die Idee, ein Migrationszentrum in einem der wichtigsten Herkunftsländer afrikanischer Migrant_innen in Europa zu errichten, kommt aus der Zeit, nachdem im September 2005 hunderte von afrikanischen Migrant_innen versucht hatten, die Zäune der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko zu überwinden. Den EU-Politikern wurde vor Augen geführt, dass Migration auch durch immer höhere Zäune nicht zu stoppen ist. <span id="more-3618"></span>So erweiterte sich die Strategie der europäischen Migrationspolitik von einer ausschließlichen Militarisierung der Außengrenzen hin zu einer Instrumentalisierung der Entwicklungspolitik in den Herkunftsländern. So propagiert das CIGEM die besondere Bedeutung von Migration für die Entwicklung Malis.</p>
<p>Jana Janicki und Thomas Böwing vom Netzwerk kritische Migrationsforschung werden am Beispiel des CIGEM in Mali darstellen, wie die EU versucht über die neue Verbindung von Entwicklungs- und Migrationspolitik auf das Migrationsverhalten der Menschen in Transit- und Herkunftsländern einzuwirken.</p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes &#8220;Migration <macht> Entwicklung&#8221;. Ökumenisches Büro München. Gefördert vom Kulturreferat München, dem Katholischen Fonds und Invent.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Militarisierung der Grenzstadt und die Frauenmorde in Ciudad Juárez, Mexiko</title>
		<link>http://www.muenchen-international.de/2010/09/die-militarisierung-der-grenzstadt-und-die-frauenmorde-in-ciudad-juarez-mexiko/</link>
		<comments>http://www.muenchen-international.de/2010/09/die-militarisierung-der-grenzstadt-und-die-frauenmorde-in-ciudad-juarez-mexiko/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 20:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.oeku-buero.de" rel="nofollow">oeku-buero</a></dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenmorde]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Militarisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[mit Veronica Corchado (Pacto por la Cultura/Ciudad Juárez)
Kurz nach seiner Amtsübernahme hat Mexikos Präsident Felipe Calderón den »Krieg gegen den Drogenhandel« erklärt. Für viele war das nicht nur eine missglückte Wortwahl. Das Militär auf die Straßen zu schicken, um polizeiliche Aufgaben zu übernehmen, war vielleicht der gröbste Fehler seiner Amtszeit. Mit der Zeit wurde die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>mit Veronica Corchado (Pacto por la Cultura/Ciudad Juárez)</p>
<p>Kurz nach seiner Amtsübernahme hat Mexikos Präsident Felipe Calderón den »Krieg gegen den Drogenhandel« erklärt. Für viele war das nicht nur eine missglückte Wortwahl. Das Militär auf die Straßen zu schicken, um polizeiliche Aufgaben zu übernehmen, war vielleicht der gröbste Fehler seiner Amtszeit. Mit der Zeit wurde die Befürchtung Vieler bestätigt – die Militarisierung des öffentliches Lebens an verschiedenen Punkten des Landes.<span id="more-3546"></span><br />
Parallel zur Präsenz der Soldaten auf den Straßen stieg auch die Anzahl der Exekutionen und die Gewalt im allgemeinen. Berichte gehen von über 24.000 Ermordeten seit Ende 2006 aus. Auch die Anzahl der Anzeigen wegen Menschenrechtsverletzungen durch das Militär und die verschiedenen Polizeieinheiten ist enorm gestiegen.<br />
Diese Situation hat am Anfang die Zivilgesellschaft in eine Art Schockzustand versetzt. Aber wie einige AktivistInnen uns in verschiedenen Gesprächen gesagt haben, wollten sie nicht zitternd warten, bis auch sie dran wären. Mit viel Mut und nicht weniger Risiko haben sie wieder das Wort ergriffen, um ihre Ablehnung dieser Politik der Angst und des Schweigens deutlich zu machen.<br />
Ciudad Juárez ist als eine der wichtigsten Grenzstädte zu den USA ein begehrter Übergang für den Drogenhandel, der mit allen Mitteln umkämpft wird. Ebenso wie in konventionellen Kriegen leidet die Zivilbevölkerung am meisten. In den letzten Monaten haben die Massenexekutionen von Jugendlichen so drastisch zugenommen, dass einige von »jovenicidio« (Jugendmorde) sprechen.<br />
Das Netzwerk »Pacto por la Cultura« besteht aus Kunstschaffenden, AkademikerInnen und Intellektuellen aus Ciudad Juárez, die sich mit den Problemen der Grenzstadt auseinandersetzen. Sie betrachten die Kulturarbeit aus einer Genderperspektive als unverzichtbar für ihre Arbeit, die sie besonders mit Jugendlichen und Frauen machen.<br />
Veronica Corchado ist Mitbegründerin von »Pacto por la Cultura« und mit ihrem 20-jährigen Engagement in verschiedenen Initiativen verfügt sie über die Erfahrungen und Informationen, um über die immer komplexer werdende Situation in Ciudad Juárez zu berichten.</p>
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		<title>125 Jahre Berliner Afrikakonferenz</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 11:42:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Yonas Endrias und Iseewanga Indongo-Imbanda
Vor 125 Jahren, vom 15. November 1884 bis 26. Februar 1885, fand auf Einladung Bismarcks die sogenannte Afrika-Konferenz in Berlin statt. Am „grünen Tisch“ teilten die führenden Kolonialmächte Europas den afrikanischen Kontinent unter sich auf. Bismarck spielte darin die Rolle des „ehrlichen Maklers“, um die deutschen Interessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Yonas Endrias und Iseewanga Indongo-Imbanda</p>
<p>Vor 125 Jahren, vom 15. November 1884 bis 26. Februar 1885, fand auf Einladung Bismarcks die sogenannte Afrika-Konferenz in Berlin statt. Am „grünen Tisch“ teilten die führenden Kolonialmächte Europas den afrikanischen Kontinent unter sich auf. Bismarck spielte darin die Rolle des „ehrlichen Maklers“, um die deutschen Interessen im kolonialen Wettstreit zu verschleiern. Durch diese koloniale Grenzziehung und die damit einhergehende Zerrissenheit wird ein Großteil der Krisenphänomene und  der Instabilität des postkolonialen Afrikas abgeleitet. <span id="more-2952"></span>Dennoch wird hierzulande die Geschichte des deutschen und des europäischen Kolonialismus kaum thematisiert. Erst nostalgisch glorifiziert, dann verdrängt und ignoriert, gilt die deutsche Kolonialgeschichte bis heute als harmlos, nicht relevant und abgeschlossen. Weder von Bildungseinrichtungen, politischen Parteien oder in den Medien, noch durch systematische Forschung wird sie angemessen aufgearbeitet.</p>
<p>Anlässlich des 125. Jahrestages der Afrika-Konferenz wollen wir mit einer Veranstaltung sowohl über die historischen Hintergründe und die Folgen dieser Konferenz informieren als auch über die heutigen Auswirkungen der kolonialen Herrschaft und die Debatte um Reparationsleistungen berichten.</p>
<p>Iseewanga Indongo-Imbanda studierte Soziologie, Psychologie, Politologie und Romanistik an der Universität Kairo (Ägypten) und der Freien Universität Berlin. Er lebt als freiberuflicher Sozialwissenschaftler in Berlin und ist Redakteur der Internetsite http://www.kongo-kinshasa.de</p>
<p>Yonas Endrias ist Politikwissenschaftler und Aktivist der afrodeutschen Bewegung. Er arbeitet als Dozent an der Freien Universität Berlin und betätigt sich unter anderem als Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte und als Mitglied von Organisationen wie dem Afrika-Rat.</p>
<p>Samstag 17. April 2010 | 20:00 Uhr |<br />
Kulturladen Westend | Ligsalzstr.  44 |<br />
U-Bahnhaltestelle Schwanthaler Höhe |</p>
<p><strong>Eintritt 3 Euro</strong></p>
<p><strong>Veranstalter</strong>:</p>
<p>Ökumenisches Büro e.V.<br />
[muc] münchen postkolonial<br />
Arbeitskreis Panafrikanismus München<br />
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen</p>
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