Plattform für Münchner Akteure der Entwicklungszusammenarbeit

Gesellschaft für bedrohte Völker

Die Gesellschaft für bedrohte Völker informiert MünchnerInnen und Auswärtige über die Vielfalt der Kulturen der indigenen Völker Sibiriens und ihre rechtlich unsichere Lage. Deutschland bezieht 30% seiner Erdöl, und 40% seiner Gasimporte aus Russland. Sie kommen genau aus den Regionen, die der Lebensraum für die indigenen Völker als Fischer, Jäger, Rentierzüchter sind. Vom Klimawandel und damit verbundener Umweltzerstörung sind sie am meisten betroffen. Beides verursacht in der Folge unter anderem gravierende Gesundheitsprobleme.

In Abständen von jeweils 3-5 Jahren wird entweder ein/e Vertreter/in aus Sibirien nach München eingeladen, oder es werden selbst Informationsabende mit Dias oder Filmen veranstaltet. Es wurde zusammen mit KJR eine Ausstellung „Kinder malen ihre Welt“ organisiert. Zur Förderung indigener KünstlerInnen konnte im Juni 2009 eine Jugendfolkloregruppe aus Kamtschatka aufgrund unserer Einladung nach München kommen, was den Jugendlichen viel Selbstvertrauen und Ermutigung für ihr weiteres künstlerisches Schaffen gab.

Die Regionalgruppe München unterstützte ein Fischerbootsprojekt der Itelmenen und fördert seit Jahren auch Kinder in Kindergärten/Internaten /Schulen in zwei kleinen Orten auf Kamtschatka mit Geld für warme Mahlzeiten oder für die Anschaffung von Spielsachen, Sachbüchern und anderem. Mit einem neuen Projekt wollen sie zur Erhaltung der itelmenischen Sprache beitragen, die zu den gefährdetsten Sprachen der Welt gehört.

Kontakt zum Akteur:

Gesellschaft für bedrohte Völker

c/o Tjan Zaotschnaja
Albrechtstr. 24
80636 München

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