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Klimabündnis München – Asháninka: „Hüter des Waldes“ – auch für uns

Die Partnerschaft München – Asháninka besteht im Rahmen des KlimaBündnis europäischer Städte mit den indigenen Völkern des Regenwaldes seit 1997. Sie zeigt ein gelungenes Beispiel dafür, was gute Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern der Kommune bewirken kann und dass Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe möglich ist. Das Volk der Asháninka im zentralen peruanischen Regenwald hat es als „Hüter des Waldes“ schwer gegenüber Raubbau, Erdölkonzessionen oder geplanter Großprojekte.
Um in diesem Kampf um unser Leben – und dem des Waldes – zu bestehen brauchen wir Freunde. Freunde, die unsere Rechte achten und uns helfen, davon Gebrauch zu machen. Unser Ziel ist klar. Wir wollen den Regenwald erhalten, für uns, unsere Kinder und den Rest der Menschheit“ (Jhenny Munoz, 2008)

Die meisten Probleme bedürfen einer politischen Lösung. Währenddessen leiten selbstbestimmte und transparente Projekte mit den Asháninka konkrete Verbesserungen für den Erhalt des Regenwaldes und das Leben darin ein. Die partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit der Stadt München und Zivilgesellschaft mit dem Volk der Asháninka besteht derzeit aus Projekten mit folgenden Schwerpunkten:

  • Erlangung und Sicherung von Landtiteln für indigene Dorfgemeinschaften
  • Stärkung der Selbstorganisation der Asháninka, um sich und ihren Anliegen Gehör verschaffen zu können
  • Stärkung ihrer Kultur durch zweisprachige Bildung und dem Aufbau einer Universität, wo kulturelles Wissen und Ausbildung für den Erhalt der Vielfalt des Waldes zusammengebracht werden kann
  • Wiederaufforstung und Nahrungssicherung in massiv (durch Neusiedler, Großprojekte) abgeholzten Gebieten

Unterstützung für ein Wiederaufforstungsprojekt von mindestens 30 Hektar Fläche wird aktuell vom Referat für Gesundheit und Umwelt bis 2012 zugesichert. Projekt, Umfang und Ausführung wurden mit München abgestimmt und in Vollversammlungen der Asháninkadörfern beschlossen. Alles wird in Gemeinschaftsarbeit durchgeführt. Einheimische Bäume werden wieder gepflanzt, wo abgeholzt wurde. Ein konkreter Beitrag für ein verbessertes Angebot an Nahrung, Heilmitteln, Wohnbaumaterialien und besseres Mikro-Klima.

Kontakt zum Akteur:

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Referat für Gesundheit und Umwelt
Bayerstraße 28a
80335 München

Tel.: 089-233-47561
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