Erdgas und Erdöl – Segen oder Fluch für die Indigenen Völker Sibiriens

Start: 30.03.2012, 19:30 Uhr
Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, Raum 211/212
Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker, RG München in Kooperation mit Nord Süd Forum München e.V., gefördert vom Kulturreferat der LHM

Deutschland bezieht bereits 35 – 40% seines Erdgases und Erdöls aus Russland. Im November 2011 wurde die Nord Stream-Pipeline, die das russische Wyborg mit Greifswald verbindet, eingeweiht.

Die Unternehmen BASF SE /Wintershall und E.ON sind daran mit je 15,5% beteiligt. Das Gas stammt aus den Gebieten der indigenen Völker. Wer sind sie und was bedeutet für sie die Gas- und Erdölförderung? Wie sieht es also am anderen Ende der Pipeline aus?

Die Energieversorgung Deutschlands ist heute ein erstrangiges politisches Thema. Bereits jetzt bezieht Deutschland 35 – 40% seines Erdöl- und Erdgasbedarfs aus Russland. Im November 2011 nahmen Bundeskanzlerin Merkel und der russische Präsident Medwedew die Nord Stream-Pipeline, an der die BASF SE/Wintershall und E.ON mit je 15,5 % beteiligt sind, in Betrieb – ein Milliardengeschäft.

Rohstoffhunger haben auch die asiatischen Länder. Die Fördergebiete befinden sich im russischen Norden, in Sibirien und im Fernen Osten – in den Lebensräumen der Nenzen, Chanten, Nivchen und anderer indigener Völker.

Wir werden der Frage nachgehen, wie sich die Aktivitäten der Rohstoffkonzerne auf die traditionelle Lebensweise und die Zukunftsaussichten der indigenen Bevölkerung auswirken.

ReferentInnen:
Tjan Zaotschnaja, Traudl Rieger (GfbV RG München)

Infos:
Tel. 089 – 3136990
tjanzaotschnaja@web.de

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