Her mit dem Handy!
Unter diesem Motto hat die Jesuitenmission eine Sammelaktion ins Leben gerufen – ausgehend von der Tatsache, dass es allein in Deutschland bei 82 Millionen Einwohnern über 90 Millionen Handys gibt und pro Jahr 37 Millionen neue Mobil-telefone verkauft werden. Die defekten oder ausrangierten Handys einfach wegzuwerfen oder herumliegen zu lassen, ist jedoch viel zu schade, enthalten sie doch das seltene Erz Coltan, aus dam das wertvolle Metall Tantal gewonnen wird und das zu 80% im Kongo abgebaut wird, verbunden mit inhumanen Arbeitsbedingen, ausbeuterischer Kinderarbeit und völlig planloser Umweltzerstörung. Da es so wertvoll ist und hohe Gewinne bringt, ist es zugleich Grund und Ermöglichung des dortigen Bürgerkriegs, bei dem auch viele Kindersoldaten und modernste Waffen eingesetzt werden.
Aufgrund weiterer Schwermetalle wäre es für die Umwelt enorm schädlich, wenn die riesige Anzahl der alten Handys im Müll landen würden – zumal hierzulande die Lebensdauer eines Handys im Durchschnitt 1,5 Jahre beträgt. Mit dem Erlös aus dem Recycling der alten Handys wird ein Projekt der Jesuiten unterstützt, bei dem es darum geht, bedrohte Indianervölker am Amazonas zu schützen. Der Sachausschuss Ge-rechtigkeit, Entwicklung, Frieden des Diözesanrats und der Vorstand des BDKJ unterstützen die Aktion und sammeln gebrauchte und kaputte Handys; diese können in der Geschäftsstelle des Diözesanrats in der Schrammerstr. 3 oder im KorbiniansHaus in der Preysingstr. 93 abgegeben oder dorthin geschickt wer-den. Weitere Informationen und Aktionsideen etc. gibt es auf www.handy.jesuitenmission.de. Dort können auch Sammelboxen, Infopakete und Werbematerialien bestellt werden, falls Schulen, Jugendgruppen etc. selbst sammeln wollen – was sich aufgrund des höheren Handyverschleisses bei jüngeren Menschen sicher lohnen würde.


