Thementag: Reichtum in Deutschland oder Glück in Burkina Faso?
Ort: EineWeltHaus München; Schwanthaler Str. 80
Veranstalter: Buspad e.V.
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Vorträge, Ausstellung und Reflexionen über gestresste Reiche, glückliche Arme, soziale und kulturelle Aspekte von Reichtum und Glück im hochentwickelten Deutschland und im Dritte-Welt-Land Burkina Faso.
Fragestellung
Was ist Glück? Was ist Reichtum? Sind das zwei verschiedene Begriffe für dieselbe Sache? Oder sind das im Gegenteil Dinge, die sich unter Umständen ausschließen könnten?
Handelt es sich um individuelle Erfahrungen? Hat jeder einzelne Mensch seine eigene und unverwechselbare Erfahrung von Glück und Reichtum? Oder handelt es sich bei Glück und Reichtum eher um gesellschaftliche, soziale und kulturelle Erfahrungen? Diesen Fall vorausgesetzt, wie beeinflusst die Gesellschaft die Erfahrungen von Glück und Reichtum des Einzelnen? Oder schreibt sogar in erster Linie die Gesellschaft oder die Gruppe die Definition von Glück und Reichtum für den Einzelnen vor?
Wenn mögliche soziale und kulturelle Komponenten von Glück und Reichtum angenommen werden können, welche Rolle würde es spielen, wenn Menschen (Gruppen) ihren ursprünglichen sozialen und kulturellen Raum verlassen und in einen anderen kulturellen und sozialen Raum migrieren? Welche Bedeutung hat dies für die Erfahrungen von Glück und Reichtum für die Migranten, den Herkunftsraum und den Zielraum? Oder spielt die Migration nur eine sehr untergeordnete Rolle in der Erfahrung von Glück und Reichtum, weil alle Gesellschaftsformen eventuell ähnliche Definitionen haben?
Wird Glück und Reichtum in einem armen, industriell unterentwickelten Land ähnlich oder gleich erfahren wie in einem Land mit enormem materiellem Wohlstand? Beeinflussen materielle Armut und materieller Wohlstand der Gesellschaft die Erfahrung von Glück und Reichtum des Einzelnen? Kann die Migration von Menschen aus armen Ländern in reiche Länder unter diesem Aspekt verstanden werden? Unter welchen Perspektiven ist die Migration in die andere Richtung, das heißt, die Migration von Menschen aus Wohlstandsländern in Entwicklungsländer zu verstehen?
Perspektiven
Der Thementag von Buspad Süd will sich mit diesen Fragen beschäftigen. Dabei wird ganz bewusst die Betrachtung nicht ausschließlich aus einer Perspektive erfolgen. Vielmehr wird versucht, die Thematik aus möglichst vielen Sichtweisen und unterschiedlichen Standpunkten heraus zu erläutern. Dies erscheint einerseits als der optimale Weg der enormen Komplexität des Themas zu begegnen und anderseits als eine gute Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Am Thementag versuchen wir, die Sicht auf das Thema aus der Perspektive eines industrialisierten Landes und eines Landes aus der sogenannten Dritten Welt zu zeigen. Deutschland ist das Beispiel für die Industrienation, das westafrikanische Burkina Faso wird das Entwicklungsland repräsentieren.
Eine weitere Sicht auf das Thema wird die künstlerische Umsetzung und die Visualisierung sein. Kann man Reichtum malen? Kann man Glück sehen? Anfassen? Können Aspekte der Thematik, der Eingangsproblematik, künstlerisch umgesetzt werden? Welcher Künstler oder welche Künstlerin wäre hierfür geeignet? Wird man aus dem Kunstwerk die Perspektive des Künstlers/der Künstlerin erkennen können?
Des Weiteren wird die Fragestellung aus wissenschaftlicher und fachlicher Sicht betrachtet. Dies umfasst eine wirtschaftliche und eine ethnologische Sicht sowie Reflexionen über Stress und Burnout.
Ein großer Fokus wird ebenfalls über persönliche Berichte und Lebenserfahrungen gesetzt, u.a. durch Berichte über Entwicklungsprojekte in Burkina Faso und Erfahrungen als Migrant in Deutschland oder Burkina Faso.
Zu guter Letzt wird auch eine kulinarische Seite nicht fehlen: Als Mittagessen und in den Pausen werden Speisen und Getränke aus Burkina Faso und aus Deutschland angeboten.
Eintritt frei
Unkostenbeitrag fürs Essen von 5 Euro
Anmeldung erbeten bis zum 30 Juni unter:
0176-62496808, vorstand@buspad.de


